Was wir erreichen wollen und was uns wichtig ist:
Bildungs-und Erziehungsziele in Erdkunde
Bildungs- und Erziehungsziele des Faches Erkunde
Die hier aufgeführten Inhalte sind eine Auswahl aus der Schriftenreihe Schule in NRW –
Richtlinien und Lehrpläne Erdkunde / Sek II, S. 5 ff.
Das Schulfach Erdkunde ist zwar dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zugeordnet, es weist aber auch inhaltliche und methodische Elemente des naturwissenschaftlichen Feldes auf. Innerhalb des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes hat der Erdkundeunterricht seine spezifische Bedeutung und Zuständigkeit im Zusammenhang mit dem raumbezogenen Handeln der Menschen auf der Grundlage der Bezugswissenschaft Geographie. Das Schulfach Erdkunde ist jedoch kein verkleinertes Abbild der Fachwissenschaft. Die Fachwissenschaft Geographie stellt im Sinne der wissenschaftspropädeutischen Ausbildung Inhalte und Methoden zur Erschließung von Lebenswirklichkeit zur Verfügung. Diese werden im Hinblick auf beabsichtigte Lernprozesse gewichtet, und zwar unter Berücksichtigung von tradierten Normen, gesellschaftlichen Leitbildern und Zielen sowie ökonomischen Anforderungen.
Bei der Orientierung an der Lebenswirklichkeit der SchülerInnen wird der Raum als Dimension des menschlichen Lebens in den Mittelpunkt gerückt. Leben auf der Erde ist immer auch Leben im Raum, der zugleich Bedingung und Ausdruck gesellschaftlichen Handelns ist. Dass die Frage, wie die Menschheit ihr Leben im Raum organisiert, ein Problem von existenzieller Bedeutung darstellt, zeigt die Diskussion um das Prinzip der Nachhaltigkeit. Dieses umweltpolitische Leitbild, das häufig mit Zukunftsfähigkeit gleichgesetzt wird, soll eine Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensverhältnisse aller Menschen mit der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auch für folgende Generationen in Einklang bringen. Eine solche Integration räumlicher, ökonomischer, sozialer und ökologischer Belange muss sowohl die gesellschaftliche als auch die individuelle Entscheidungsebene prägen und ist daher für die schulische Bildung von besonderer Wichtigkeit.
Der Erdkundeunterricht in der GOS trägt in der Fortführung der Sek I dazu bei, den SchülerInnen Raum bezogene Handlungskompetenz zu vermitteln.
Der inhaltliche Bereich der Allgemeinbildung, zu dem das Schulfach Erdkunde seinen Beitrag leistet, umfasst zentrale Fragestellungen. Über die Bedeutung dieser zentralen Fragestellungen für die Gegenwart und – soweit vorhersehbar – für die Zukunft besteht ein breiter gesellschaftlicher und fachdidaktischer Konsens:
- Raumnutzungskonkurrenzen
- Globalisierung
- Regionalisierung
- Disparitäten
- Zusammenleben unterschiedlicher Gesellschaften und Kulturen
Die hierzu zur Verfügung stehenden methodischen Instrumente umfassen:
- Methoden und Formen des selbständigen Arbeitens
- nomothetische und idiographische Zugriffsweisen
- Verfahren des unmittelbaren und mittelbaren Lernens
Raumwahrnehmung und Raumorientierung durchdringen das inhaltliche und methodische Arbeiten des Erdkundeunterrichts. Die mit unterschiedlichen Raumwahrnehmungen verbundenen Bewertungen sind zu reflektieren und zum eigenen Handeln in Beziehung zu setzen. Raum bezogene Handlungskompetenz ist nicht möglich ohne die Fähigkeit der Orientierung im Raum. Zu ihr gehört Orientierungswissen, welches Kenntnisse von topographischen Orientierungsrastern umfasst ( Sek I ).
Zusammenarbeit mit anderen Fächern:
Fachliche Spezialisierung ist zwar ein wesentliches Element des wissenschaftspropädeutischen Unterrichtes, sie birgt aber auch die Gefahr der Ausblendung von Perspektiven außerhalb des eigenen Faches. In fachübergreifenden und komplexen Strukturen denken zu lernen ist notwendig. Die für die Gegenwart und für die Zukunft
bedeutsamen zentralen Fragestellungen sprengen die Fächergrenzen und sind nur zu beantworten, wenn sich die einzelnen Disziplinen mit ihren Inhalten und je eigenen Zugriffsweisen und Erklärungsansätzen treffen und ergänzen.
Somit wird das Fach Erdkunde zu einem Integrationsfach mit gesellschaftswissenschaftlichen, aber auch naturwissenschaftlichen Elementen. Somit lernen die SchülerInnen, die Lebenswirklichkeit mehrperspektivisch wahrzunehmen und vielschichtige Lösungsansätze zu erarbeiten.
Voraussetzung für fachübergreifendes und Fächer verbindendes Arbeiten sind schulinterne
Absprachen von Themen, die aus verschiedenen Fachperspektiven aufgearbeitet werden sollen ( vergleiche : Schulprogramm Erdkunde – Fachübergreifende Aspekte ).
Schuleigenes Curriculum und Unterrichtsverteilung
9-jähriges Gymnasium
| Sek I | Wochenstunden | SekII | Wochenstunden |
| Klasse 5, 6, 7, 8, 9 | ausgelaufen | Einführungsphase 11 | 3 |
| Qualifikationsphase 12/13 | GK:3 |
8-jähriges Gymnasium
| Sek I | Wochenstunden | SekII | Wochenstunden |
| Erprobungsstufe 5 | 2 | Einführungsphase 10 | 3 |
| Mittelstufe 7 | 2 | Qualifikationsphase 11/12 | 3 |
| Mittelstufe 9 | 2 |
Eingesetzte Lehrwerke
Stufe Lehrbuch
5 Terra/ Klett
7 Terra/ Klett
9 Terra/ Klett
11 ( 10 neu ) Mensch und Raum/ Cornelsen
12/ 13 ( 11/ 12 neu ) Räume und Strukturen/ Klett
Leistungsbewertung
…
Materialien für den Unterricht
Hier findet Ihr eine Auswahl. Bitte seht auch auf die Individualseiten.
Arbeiten aus dem Unterricht
Wir sind immer wieder begeistert, welche tollen Ergebnisse im Unterricht entstehen können. Einige Beispiele können wir hier präsentieren:
Unsere Projekte und Aktivitäten
Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Pater-Beda-Projekt. Die aktuelle Übersicht unserer Projektaktivitäten seht Ihr hier. Für eine vollständige Übersicht seht bitte in das Archiv (unter der Kategorie rechts).
Fachübergreifende Aspekte
Mitglieder der Fachschaft Erdkunde
( Stand 26.02.2010 )
- Bensberg, Edelbert
- Bendler, Wilfried ( Fachvorsitz )
- Gerdes, August
- Reimann, Dirk
- David, Klaus ( Ref. )
- Gawron, Michael ( Ref. )
